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Die Bilder sind gemeint als eine  Verbindung zwischen Kunst und Kultur im erweiterten Sinne.  Angeregt wurde ich durch die Kunst einer Gruppe Jugendlichen die sich das Objekt „Fabrik“ als Leinwand genommen haben. Graffiti nennt sich die Kunstform die sich legal, halblegal und auch illegal im öffentlichen Raum breitmacht. Farbenfroh, zeichnerisch zum Teil genial, Formenprächtig, kaligrafisch neuartig und gestalterisch wunderbar kommt sie daher. Jugendlichen nahmen mich mit zu der Fabrik ganz nah an der Grenze zwischen Glanerbrücke und Gronau. Eine alte Textilfabrik aus dem Jahr 1832, gebaut durch Textilunternehmer aus Enschede. Hier wurde mit den Mitteln der Industriearchitektur des 19. Jahrhundert ein typische industrieller Architektur  verwirklicht. Kulturhistorisch kann dieser Form der Architektur sehr genau zugeordnet werden. Söhne und Töchter der Textilindustriellen aus Enschede wurden nach England geschickt um zum einen die Produktion kennenzulernen und zum Anderen die technischen und gestalterischen Möglichkeiten der Produktionsstätten zu studieren.
Elemente dieser technischen und gestalterischen Einflüsse sind deutlich in der Eilermarkanlage zu sehen. Stahlsäulen und Stahlträger in den Decken verbunden mit ersten Betonelementen in der Deckenkonstruktion sind zeugen einer in dieser Zeit neuen technische Architektur. Brandschutz und ökonomische Bauweise waren ausschlaggebend für eine veränderte Bauweise. Hinzu gab es eine Notwendigkeit der Realisation von größeren Hallen für den gleichzeitigen Antrieb einer größeren Anzahl von Webautomaten durch eine zentrale Antrieb durch technische Neuheiten im Antriebsystem.
Äußere Merkmale wie Zinnen und Kantele lassen Einflüsse von Architekten die in England Fabriken bauten und sich orientierten an klassische Merkmale der Gestaltung von Schlössern an der Loire und von Gebäuden in Paris sichtbar werden. Diese Merkmale sind (waren) sichtbar in der Architektur von Eilermark.
Die Textilindustrie im Osten der Niederlanden sowie im Münsterland ist zum größtenteil zum erliegen gekommen. Die Produktion wurde eingestellt, die Gebäuden wurden der Zahn der Zeit überlassen.
In diesen heruntergekommene Räumen die ihre Funktion im eigentlichen Sinne verloren  haben machte sich eine neue Kultur breit, eine Kultur der heutigen Zeit, eine Jugendkultur. Die Wände wurden gestaltet, bemalt, übergemalt nochmal bemalt, Kreativität ohne Ende, ganz im Einklang mit ein sich verändernde Zeit. Every act of creation is first an act of destruction“. Deutlicher  demonstriert als an diesem Ort geht gar nicht. Auf der eine Seite ein Zerfall, auf der andere Seite eine neue Kunstform der sich im geschützten Raum entwickeln konnte. Und ich mitten drin mit meine Kamera. Hier entstand die Idee diese Formen der Kultur in eine Kunstform der Malerei zusammenzubringen und damit in bescheidener Form unsterblich zu machen. Ein kleiner Beitrag zur Kulturverständigung zwischen den Generationen.

Every act of creation,
is first an act of destruction


Bij de ondergang van de textielindustrie in de regio werden bouwruïnes overgenomen door fotografen, schilders en graffiti kunstenaars, voordat ze werden afgebroken om plaats te maken voor nieuwe gebouwen en sociale  en culturele projecten.

Beim Niedergang der Textilindustrie in der Region wurden Fabrikruinen übernommen von Fotografen, Malern und Graffitikünstlern bevor diese abgerissen wurden um Platz zu schaffen für neue Gebäude und soziale und kulturelle Projekte

Realisatie: Eddy Hullegie, Münster/Enschede; eddyhullegie@t-online.de
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